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Perlen  -  ein Geschenk der Götter
Die Hellenen verehrten die Perle als Gabe der Aphrodite, der Göttin der sinnlichen Liebe. Als die Göttin  schaumgeboren und strahlend einer Muschel entstieg lösten sich  Wassertropfen und verwandelten sich in strahlendem Licht zu wunderschönen Perlen.
Die Geschichte der Menschheit ist eng verbunden mit den Mythen über die Perlen.
Diese Mythologisierung der Schöpfung der Perle reicht bis in unsere Zeit, ihre Entstehung ist natürlich längst kein Geheimnis mehr und dennoch besticht die Perle unsere Sinne durch ihren Charme und ihre diskrete erotische  Ausstrahlung.  Die Perlen haben sich die  Aura des göttlichen Geschenkes erhalten und erfreuen sich ungebrochen beständiger Beliebtheit und auch Verehrung.
Ein Geheimnis ist gelüftet
Um  1600 erkennt ein gewisser „Anselmus de Boot", daß die Perle im Innern der Muschel aus dem gleichen Material besteht wie die Muschelschale selbst.
Die Perlenaustern leben genauso wie die Korallen von Plankton  und ist nun  zufällig etwas in dieser Nahrung dabei, das die  Auster nicht verdauen kann  so setzt sich die Muschel zur Wehr, isoliert den Eindringling, ummantelt diesen mit einer Schicht aus Perlmutt  -  der Grundstein für eine Perle ist gebildet.
Perlen entstehen also durch das Eindringen lebender Organismen oder mineralischer Teilchen in das Mantelgewebe der Muschel  wobei sich eine Ausstülpung bildet in der dann die Perlmuttablagerung, die zur eigentlichen Perlenbildung führt, geschieht, während der Eindringling dadurch absorbiert wird.
Perlenbild
Die Zellen der Perle folgen ihrer natürlichen Funktion und umhüllen den Fremdkörper mit „Conchyn" und „Aragonit".
So ist die Entstehung einer Perle ein kleines Wunder der Natur. Auch alle Zuchtperlen unterliegen dem gleichen langwierigen  Entwicklungsprozeß wie die  „wild" gewachsenen Naturperlen.
Perlenbild Zuchtperlen
Bei den gezüchteten Halbperlen (Mabeperle) werden Kerne aus Perlmutt an die Innenseite der  Muschelschale geklebt.  die äußeren  Epithelzellen des Mantels  umschließen die Kerne nach und nach mit Perlmutt.
Bei den vollrunden Zuchtperlen wird ein kleines Stück Mantelgewebe einer Spenderauster in die Keimdrüse einer Perlenauster eingesetzt. dieses löst sich sich bis auf seine äußeren Epithelzellen auf und diese beginnen die Kerne mit einem Perlensack zu umschließen.
Bei den kernlosen Süßwasser-Perlen bilden die äußeren Epithelzellen einen Perlensack in dem die kernlose Süßwasser   -  Zuchtperle gebildet wird.
Als eigentliche Erfinder der Perlenzucht gelten die beiden Japaner Toisuhei und Nishikawa.
Das Perlmutt, das den Kern umgibt besteht aus bis zu  tausend einzelnen  hauchdünnen Schichten.
Süßwasser  -  Zuchtperlen
Biwa -  Perle
Seit dem Jahre 1924 werden in  Japan Süßwasserperlen gezüchtet. Im Wasser des Biwa  -  Sees in der Nähe von Kyoto wurden kernlose Biwa  -  Perlen gezüchtet. Die Farbe dieser Perlen ist meist weiß  -  rose, lachs  -  orange, grau  und  gold  -  braun bei einem durchschnittlichen Durchmesser von ca. 4 bis 5 mm.  Inzwischen ist jedoch  China marktführend in der Produktion der  Süßwasser  -  Zuchtperlen.
Die China  -  Zuchtperle ist der japanischen Biwaperle sehr ähnlich, nur die Oberfläche dieser Perlen ist meist unregelmäßiger aber auch zarter im Farbenspiel.
Aber auch fast runde chinesische Biwa  -  Zuchtperlen  werden inzwischen  erzeugt.
Perlenbild
Flußperlen
Sind kleinere  nicht ganz runde Perlen der Süßwasser  -  Perlenauster. Diese lebt in Flüssen und Seen. Die schönste dieser Perlen ist die „Wisconsin  -  Perle" und stammt aus dem Mündungsgebiet des Mississippi.
Aber auch in Schottland, Finnland, Schweden, Rußland , Deutschland und Österreich ist diese Muschelart zuhause.
Perlenbild Salzwasser  - Zuchtperlen
Akoya Perlen  kommen meist in den Farben  weiß, siber, rosa und champagner zur Schmuckverarbeitung. Schwarze und blaugraue Akoya Perlen sind gefärbt. Die durchschnittliche Größe dieser Zuchtperle ist  8 mm und die Zucht von größeren Perlen ist extrem schwierig.
Als Keshi  -  Perlen benennt man  sehr unregelmäßig geformte  Perlen  der Akoya  -  Auster.
Tahiti  -  Zuchtperlen
sind sogenannte Südseeperlen. Ein Hauptmerkmal dieser Perlen ist ihre Größe mit bis zu 17 mm und sie werden in  „Hell" und „Dunkel"  eingeteilt.  Tahiti ist gewissermaßen der Erzeuger der weltbesten schwarzen Perlen.
Die Farbskala dieser Südseeperlen reicht aber von siberweiß, rosa, creme, champagner, grün und blau bis dunkles Gold.
Aber auch in den Gewässern um Burma, Indonesien, Australien, Thailand, Neuginea und den Philippinen  ist diese Perlenauster heimisch, die zur Zucht der Südseeperlen  „verführt" wird.
Perlenbild
Die neue Zuchtperle
Die Heimat der neuen Perle liegt im Roten Meer in der Dongonab Bay. Das ist ein Meeresbecken und ist  die Mündung eines Flusses aus der geologischen Urzeit.
Dieses Meeresbecken ist wegen der geringen Wassertiefe und damit verbundenen Temperaturschwankungen ideal zur Perlenzucht.  Seit 1997 werden diese neuen Perlen mit großem Erfolg gezüchtet und  geerntet. Diese neuen Südsee  -  Perlen heben sich durch ihren unvergleichlichen Lüster und der Eigenheit  ihrer Farbnuancen deutlich von der klassischen Südseeperle ab  -  eine ganz neue sehr schöne  Zuchtperle, die sich in den kommenden Jahren ihren Platz erobern wird.
Perlenbild
Perlen und Schmuck
Der Lüster darunter versteht man den Glanz der Perle, der aus einem inneren Leuchten und der schimmernden Oberfläche entsteht.
Die Form vollkommen runde  sind sehr selten.
Die Größe von einem Millimeter bis hin zu zwanzig Millimeter  reicht die Palette
Die Farbe ist gewiß eine ganz persönliche Geschmackssache. Tief dunkelgraue oder schwarze Perlen sind sehr selten und auch teuer.
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