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Edelmetalle
Silber und Silberlegierungen
Edelmetalle, Silber So wie alle Edelmetalle kommt das Silber in den natürlichen Vorkommen in gediegener Form vor - meist als Klumpen  oder in Form von moos-, draht-, feder- und plattenartigen Gebilden. Der größte bekannte Silberfund war der sogenannte „Silbertisch"  aus dem Erzgebirge mit einem Gewicht von ca. 20 Tonnen - das war im Jahre 1466.
Gediegenes Silber ist immer mit anderen Metallen legiert - am häufigsten mit Kupfer, Gold oder Quecksilber. Der Silberabbau  erfolgt vorwiegend in Mexiko, Chile,Bolivien, Australien, USA, Kanada und im Erzgebirge.
Das am häufigsten vorkommende Silbererz ist der „Silberglanz"
Silber hat ein spezifisches Gewicht von 10,5 kg/dm³ und einen Schmelzpunkt von 960 Grad Celsius.  Silber ist ein weißes Edelmetall, das alle anderen Metalle hinsichtlich seiner elektrischen und  wärmetechnischen Leitfähigkeit übertrifft.
Silber reflektiert die langwelligen Lichtanteile (rot, orange, gelb) vollständiger  als die kurzwelligeren Anteile und erscheint dadurch  wärmer als zum Beispiel das Chrom.
Die Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit  von Silber  ist beinahe so gut wie die von Gold.
Durch die Reaktion mit Luftsauerstoff  bildet sich eine unsichtbare Haut, das ist Silberoxid. Diese Oxidschicht  bildet in Verbindung mit Wasser Silberionen, die eine keimabtötende Wirkung besitzen.
Im Unterschied zu den zahlreichen Goldlegierungen werden für Schmuckzwecke nur einige Silberlegierungen verwendet und  gehören alle der Silber  -  Kupfergruppe an.  In der Umgebungsluft vorhandene Schwefelgasverbindungen  sind für das sogenannte Anlaufen des Silbers verantwortlich. Einen verläßlichen wirtschaftlich vertretbaren Anlaufschutz für Silber gibt es praktisch nicht. Silberklarlacke  als Schutzüberzug sind nur bedingt einsetzbar.
Zur Herstellung von Schmuck kommen die Legierungen  970/000 als „Emailsilber" und  925/000 Silber in der Handelsbezeichnung „Sterlingsilber" zur Verwendung.
Gold und Goldlegierungen
Edelmetalle, Gold Gold kommt so wie Silber meist  in gediegener , also metallischer Form  oft legiert mit Silber, Kupfer oder Wismut  vor. Das gediegene Gold bildet nur selten klar ausgebildete Kristalle.  Die Vorkommen sind meist in Form von Körnern, Schuppen, Moos und Draht. Das sogenannte „Berggold"  findet sich in den Quarzgängen in Verbindung mit Flyrit in den primären also den ursprünglichen Lagerstätten. Die Goldkonzentration dieser Quarzgänge ist jedoch meist sehr gering mit durchschnittlich 15 Gramm Gold pro Tonne Erz.
Die bedeutendsten Goldlagerstätten der Erde liegen im Ural, Rumänien, Ungarn, Rhodesien, Australien, Kalifornien, Mexiko und Neuguinea.
Die sekundären Lagerstätten sind die Folge von Verwitterungs-  und Auswaschungsvorgängen bei denen das  Geröll in Flüssen oder Bächen abgelagert wird.
Eine absolute  Sonderstellung haben die Goldvorkommen im Transvaal in Südafrika. Diese  werden im Bergbau  in Tiefen von bis zu 4000 Metern durchgeführt.
Das größte bisher gefundene Goldnugget hatte ein Gewicht von 214 kg und wurde  1872 in Australien geschürft.
Reines Gold hat  ein spezifisches Gewicht von 19,3 kg/dm³ und einen Schmelzpunkt von 1063 Grad Celsius - es ist damit das spezifisch schwerste Metall.Reines Gold ist außerordentlich  dehnbar, sehr gut polierbar und besitzt eine gelbrote Farbe von hohem Glanz. Beim Schmelzen dehnt sich das Gold stark aus und die elektrische-  und  die wärmetechnische Leitfähigkeit beträgt etwa 70 %  der des  Silbers.
Gold wird praktisch nur in legierter Form für die Schmuckherstellung verwendet. Die wichtigsten Legierungsmetalle sind  Silber und Kupfer für Farbgold sowie Nickel und Palladium für das Weißgold.
Bei den Farbgoldlegierungen werden meist  Feingehalte von 750, 585 und 333 erzeugt.  Die niedrigste Legierung in der Schmuckherstellung war  seinerzeit das sogenannte „Neugold" mit einem Feingehalt von 150,  das von Granatschmuckmachern verwendet wurde.
18 Karat entspricht einem Gold  -  Feingehalt von 750  und diese Legierung hat für die internationale Schmuckherstellung die größte Bedeutung.
14 Karat entspricht einem Gold  -  Feingehalt von 585 und ist in Glanz und Farbe den 18 karätigen Legierungen  in etwa noch gleichzusetzen.
8 Karat entspricht einem Gold  -  Feingehalt von 333  und diese niedrige Legierung ist  nicht mehr widerstandsfähig gegen das Anlaufen.
Platinmetalle
Edelmetalle, Platin So wie das Gold und das Silber  kommen die Platinmetalle meist in gediegener metallischer Form vor. Die Platinerze  kommen meist in Verbindung mit Kupfer oder Nickelkiesen vor und werden primär und sekundär abgebaut.
Die wirtschaftlich bedeutendsten Platinerze sind das „Ferroplatin" -  „Polyxen", „Sperrylith" und „Cooperith". Die Lagerstätten befinden sich in  Südafrika, Ural, Kanada  und Kolumbien.  Die sekundären Lagerstätten  werden als sogenannte Platinseifen bezeichnet.
Die Verhüttung der Erze erfolgt  zunächst durch Herstellung eines Konzentrates mittels Elektrolyse.  Die Raffination  der Platinmetalle ist kompliziert und erfolgt im Prinzip durch chemische Prozesse.
„Platin" hat  eine weißgraue Farbe mit einem leicht bläulichen Farbstich. Es ist gut polierbar, ist jedoch härter als Gold und Silber und  korrosionsfest.
„Palladium" ist als Schmuckmetall dem Platin durch seine schönere silbrigweiße Farbe überlegen.
Edelstahl
Unter Edelstahl versteht man prinzipiell die nichtrostenden  Chrom-  und Chromnickelstähle. Diese Edelstähle sind von silberähnlicher Oberfläche und äußerst korrosionsfest.
Kupfer und Bronze
Kupfer kommt kaum in gediegener Form vor.
Das spezifische Gewicht von Reinkupfer beträgt  8,92 kg/dm³ und der Schmelzpunkt ist bei 1083 Grad Celsius. Kupfer ist weich und dehnbar.
Bronze ist eine Legierung aus Kupfer und Zinn, aber auch anderen Metallen wie Aluminium  und Nickel.
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